Nagib Machfus
Übersetzerin: Doris Kilias
Die Geschichte beginnt mit Ibn Fattuma als Jugendlicher. Nach dem er in der Liebe enttäuscht wird, beginnt er seinen Traum: Reisen. In seiner Heimat, dem Land des Islam, zweifelt er an ein paar Regeln des Islam. Er besucht verschiede Länder, die alle auf einem anderen System aufgebaut sind und andere Religionen haben.
Nagib Machfus beschreibt verschiedene Utopien bzw. Gesellschafts- und Staatssysteme. Das eine Land hat zum Beispiel Freiheit als Grundsatz, das andere Gerechtigkeit. "Die Reise des Ibn Fattuma" ist ein philosophisches, sehr lesenswertes und kurzes Werk. Mal lässt Ibn Fattuma sich in einer Stadt aufhalten und dann verfolgt er wieder seinen Traum. Der Ich-Erzähler wird immer älter; sein ganzes Leben besteht aus dieser Reise. Sein Ziel ist das Gaballand, über das noch niemand erzählt oder geschrieben hat, und genau das macht es so für ihn so interessant. Denn er will der erste sein, der über es schreibt. Für mich als Leser wurde die Geschichte immer spannender, weil ich zunehmend, genauso wie Ibn Fattuma, wissen wollte, was das "vollkommene" Gaballand ist.
Die Utopien sind fantastisch beschrieben: ethische Grundsätze sind im Extrem verwirklicht und die Auswirkungen werden aufgezeigt.
Ich finde es schade, dass das Buch so kurz ist. Das ist aber kein Nachteil, weil alles gesagt wird, was für die Geschichte/das Reisetagebuch wichtig ist.